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Zu diesem Schluss gelangten Forscher der Harvard School of Dental Medicine. Demnach könnte eine gestörte Phosphor-Balance verstärkt altersbedingte Gebrechen wie Knochen- und Muskelschwund, Ablagerungen in den Blutgefäßen oder Nierenerkrankungen hervorrufen.
Das zugrundeliegende Experiment wurde an drei Gruppen von Mäusen durchgeführt. Der ersten Gruppe fehlte jeweils das Klotho Gen, was in den betroffenen Körpern eine erhöhte Phosphor-Konzentration zur Folge hat. Ihre Lebensdauer belief sich auf 8 bis 15 Wochen. Der zweiten Gruppe von Mäusen fehlte ein weiteres Gen, NaPi2a. Das Fehlen dieser beiden Gene bewirkt in den Körpern das genaue Gegenteil: eine wesentliche Verringerung der Phosphor-Werte. Diese Mäuse lebten bis zu 20 Wochen. Die dritte Gruppe schließlich brachte die gleichen körperlichen Voraussetzungen mit sich wie Gruppe 2, wurde jedoch besonders phosphorreich ernährt. Ihre Lebensdauer entsprach der Testgruppe 1. Die Tiere starben nach maximal 15 Wochen.
Die Forscher schließen daraus, dass Phosphor einen giftigen Effekt auf die Mäuse hat, was natürlich auch auf andere Säugetiere, wie auch den Menschen, zutreffen kann. „Cola ist für Millionen Menschen weltweit der Koffein-Lieferant erster Wahl, kommt jedoch mit Phosphor im Gepäck. Diese Studie belegt, dass unsere Phosphor-Balance den Alterungsprozess beeinflusst.“ so Gerald Weissmann, Chefredakteur des FASEB Journals.
Phosphor, im Organismus in die ionisierte Form Phosphat umgewandelt, dient normalerweise der Aushärtung und Neubildung von Knochengewebe. Zu große Mengen bewirken jedoch das genaue Gegenteil. Das Phosphat wird über die Nieren ausgeschieden, gleichzeitig werden jedoch bestimmte Zellen, Osteoklasten, zum verstärkten Abbau des Knochengewebes angeregt. Zuviel Phosphor kann also zu Knochenschwund führen und, wie die FASEB Studie gezeigt hat, noch andere negative Effekte auf den Körper haben.
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